Grünes Bauen

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Bauherr

Im April ist eine Studie von Roland Berger zur Nachhaltigkeit im Immobilienmanagment erschienen: „…Die Erhebung basiert auf einer Ende 2009 durchgeführten Online-Befragung, an der sich über 40 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt haben. Unter den Teilnehmern waren im Wesentlichen Manager von Immobilienportfolios (z.B. Immobiliengesellschaften, Immobilienfonds, Corporate Real Estate Management)….“
Die Nachhaltigkeitszertifikate erscheinen den befragten Teilnehmern noch nicht messbar vorteilhaft:

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Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor – Zertifizierungsstandards – Energieeffizientes Bauen und Bewirtschaften 

Experten für den Bereich Green Buildings diskutieren  in Frankfurt am Main vom 20. bis 22. April 2009. im  Rahmen des Kongresses „Green Buildings“. Veranstalter ist  die IQPC Germany (Kongressdienstleister) Sponsoren und Medienpartner sind u.a. RAG (Montaninmobilien), Upofloor, Das „greenbuilding magazin“ und die Zeitschrift „Facilitymanager“. Die Vortragenden kommen aus dem Bereich Projektmanagment und Inmobilienwirtschaft und Baurecht. Insofern konzentriert sich der Kongress auf den Bauherren und Projektmanagmentbereich.

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Ein ganz eigener Typus des grünen Bauens ist die Ökosiedlung. Diese wurde einer der Hochphasen der alternativen Baukultur nach dem Ölpreisschock 1979 auch in Deutschland populär. Sie bot die Möglichkeit das neugewonnene Bewusstsein der Verantwortung für die Umwelt in eine lebende Manifestation zu verwandeln. Die Überzeugung konnte nicht nur in Form gegossen werden sondern auch in Gemeinschaft vorgelebt werden.

Diese Ökosiedlungen entstanden ab den frühen 1980er Jahren von Süddeutschland ausgehend in der ganzen BRD, wobei ein Blick auf die Statistik einen geradezu unheimlichen Vorsprung der Baden-Württembergischen Häuslebauer aufzeigt: von 25.700 realisierten (registrierten) Wohneinheiten sind 13.300 in BW entstanden alle 15 übrigen Bundesländer stellen die weiteren 49,873%…. (Quelle:www.oekosiedlungen.de 5/2008)

Eine der typischsten Siedlungen dieser Art ist der Cherbonhof in Bamberg (Bayern) der allerdings als Landschaftssiedlung angesprochen wird. Die Architekten Gerhard und Theodor Henzler hatten 1979 ein „Stadtökologischen Manifest“ (Leitbild für die Siedlungsplanung) für den BUND in Bayern erarbeitet. zum Verständiss des Manifests sei hier die Gliederung angeführt. Der Inhalt läßt sich leicht nachvollziehen…

Stadtökologisches Manifest
1. Nachbarschaften
2. Umweltschutz
3. Landverbrauch
4. Verkehrsverringerung
5. Teilautarkie
6. Gärten
7. Innenhofhäuser
8. Natur- und Heimatschutz
9. Gesundheit
10. Sozialkonzept
11. Sinne – Symbol – Maßstab
12. Mitte – Ordnung

Auf dieser Vorarbeit basierte die Konzeption der ab 1985-1989 von Ihnen realisierten Siedlung Cherbonhof.

Luftbildzeichnung.jpg

(Luftbildzeichnung Henzler)

Die eigentliche Leistung der Architekten, und so ist auch Ihr Selbstverständnis, liegt in der klugen Auswahl der Gestaltungssatzung und der geschickten Moderation des Bauprozesses. In einem sehr lesenswerten Aufsatz des Architekten Henzler u.a. über die Gestaltfindung schreibt der Architekt, dass die „…Entwicklung einer zukunftsfähigen öko-sozialen Architektur für Wohnhäuser … ein längerfristiger Prozess (sei), an dem sich die Medien, Politiker, Behörden, Verbände, Universitäten etc. beteiligen können. Erst dann kann ein Wettbewerb der besten Ideen stilbildend wirken.“

Nach diesen Sätzen greift einem auch der etwas mittelalterlich wirkende Heimatstil des nun 20 Jahre alten Objektes nicht mehr so giftig ans Herz; nein, man blickt frohgemut nach vorne, wissend was denn die 20 vergangenen Jahre an Stilbildung geleistet haben…

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Die Zwillingstürme der Deutschen Bank werden aus Anlass veränderter Brandschutzvorschriften saniert. Die Deutsche Bank schreibt in Ihrer Pressemitteilung vom Dezember 2007:

„Der Vorstand hat sich zu einer kompletten Modernisierung des Gebäudes entschlossen. Auf der Grundlage unserer Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit wollen wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und den Energieverbrauch sowie CO2-Ausstoß im Gebäude um mindestens 50 Prozent reduzieren“, so Hermann-Josef Lamberti, Mitglied des Vorstandes und des Group Executive Committee der Deutschen Bank. „Die Umwandlung der Taunusanlage 12 unterstreicht unser Bekenntnis zur ‚Nachhaltigkeit‘ am Standort Frankfurt“, betonte Lamberti.

Das Gebäude erhält eine komplett neue Klima-, Wasser- und Lichttechnik. Eine Neuverglasung mit zu öffnenden Fenstern soll die Energiebilanz weiter verbessern. Ein modernes Innendesign in den Türmen wird künftig Mitarbeiter und Kunden empfangen. Das Gebäude erhält ein neu gestaltetes Foyer, großzügige Konferenzräume und flexible Büroflächen.“

Die Türme mit 155m Höhe und 60.000m2 NF wurden 1979-1984 von Walter Hanig, Heinz Scheid und Johannes Schmidt errichtet. Der Entwurf für das neue Interior stammt von Mario Bellini. Wer die Hochbausanierung konzipiert, war leider nicht zu ermitteln. Baubeginn soll Juni 2008 sein.

Die Deutsche Bank strebt eine Zertifizierung nach LEED an. Schade natürlich, dass die versammelte Ingenieur- und Architektenelite in Deutschland nicht in der Lage war, rechtzeitig ein vertrauenserweckendes System zu implementieren. Der ehemalige Kapitän der Deutschland AG jedenfalls schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe und benennt sein Spiegelkabinett (zumindest im Internet) in greentowers um.

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