Grünes Bauen

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Baukonstruktion

Im Rahmen der Fachmesse DACH + HOLZ International  findet zum fünften Mal ein Fachkongress für Architekten rund um das Thema Holzbau statt. Dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Wohnungsbau. Unter den Referenten ist unter anderem auch Reinhard Kropf von Helen & Hard.

 

 

(Q:http://woodie.hamburg/de/haus)

Sauerbruch, Hutton und Kaufmann stellen Ihre Modulkonstruktion „Woodie“ in Hamburg vor. Ausschnitte aus dem Modulbau, gefertigt in Österreich, sind hier Woodie_Werbefilm zu sehen. Wobei die Fertigung der Module in der Steiermark und der Transport nach Hamburg irgendwie jeden ökologischen Gedanken auf den Kopf stellt. Nichtsdestotrotz gut besetzte Vorträge am 22. Februar 2018. Ort: Congress-Centrum Nord, Kölnmesse Eingang Nord

Simon Speigner, SPS Architekten, Österreich; Jürgen Bartenschlag, Sauerbruch Hutton, Deutschland Christian Kaufmann, Kaufmann Bausysteme, Österreich; Reinhard Kropf, Helen & Hard, Norwegen;  Xaver Egger SEHW, Deutschland; Fabian Scheurer Design-to-Production, Schweiz

 

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(Q:http://www.helenhard.no/projects/bjergsted_financial_park_stavanger)

FINANSPARKEN I BJERGSTED AS
Ein Verwaltungsgebäude mit ca 15.000m2 in Stavanger, augenblicklich in der Fertigstellung. Der Beginn der Entwicklung war ab ca 2014 nach einem gewonnenem Wettbewerb von Helen & Hard ,Saaha, IARK, und Degreee of Freedom als Tragwerksplaner. Das Gebäude wird einer der größten europäischen Holzbauten werden.

Helen & Hard, Norwegen ist eine Norwegische-Österreichische Partnerschaft von Siv Helene Stangeland und Reinhard Kropf. Das hier gezeigte Projekt erinnert ein wenig an die Japanisch-Schweizer Zusammenarbeit von Shigeru Ban und Hermann Blumer die etwa zur Wettbewerbszeit fertig wurde. Die Verknüpfung erscheint nicht ohne Hintergrund, Blumer ist auch beim gezeigten Projekt beteiligt.

Eine kurzer Überblick über die weiteren beteiligten Büros zeigt eine erstaunliche Konzentration auf den konstruktiven, urbanen und eben mehrgeschossigen Holzbau, der in Deutschland in dieser Konsequenz so noch nicht zu finden ist. Inbesondere die Errichtung von gewerblich genutzten Gebäuden und Büroflächen in dieser Konstruktionweise steckt hierzulande 2017 noch nicht einmal in den Kinderschuhen. Hintergrund dieser Aufgeschlossenheit ist vielleicht auch die mit dem Ölboom in Norwegen vergessene Tradition der mehrgeschossigen Holzbauten.

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HORTITECTURE 03  ist das dritte Symposium aus einer Reihe öffentlicher Vorlesungen der TU Braunschweig zu diesem Thema seit 2014. Thema sind nachhaltige Baustrategien die Synergien aus Architekturkonstruktion und biologisch gewachsenen Strukturen aufzeigen. Zwölf Inernationale und deutsche Spezialisten stellen Ihre Projekte und Denkansätze zur Diskussion.

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…heisst jetzt Hortitectur, das stimmt nicht ganz, das erste Symposium fand bereits im Dezember 2014 statt (10 Monate nach diesem Artikel) und da der Begriff etwas weiter gefasst wurde „…architetural solutions that are made with, made for or made from vegetation…“, gibt es jedenfalls HORTITECTURE 02  und folgende Experten erörtern das Thema:

Ferdinand Ludwig, Baubotanik, Stuttgart, Alina Schick, visioverdis, Stuttgart, Gerhild Bornemann, German Aerospace Center, Köln Daniel Röhr, The University of British Columbia, Vancouver Marion Waller, reinventing Paris, Paris Stefano Boeri, Stefano Boeri Architetti, Milan Klaus K. Loenhart, terrain: , Graz / München Richard Hassell and Wong Mun Summ, WOHA, Singapur Christoph Ingenhoven – ingenhoven architects, Düsseldorf

wann: am 15. November 2016 von 10:00 bis 20:00 Uhr.
wo: Hauptgebäude der Technischen Universität Braunschweig, Pockelsstr. 3, 38106 Braunschweig
was: HORTITECTURE 02 findet in englischer Sprache statt und der Eintritt ist frei.

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Bei der schon mehrfach gestellten Frage was denn nun aus den Ideen der letzten und vorletzten Welle des Grünen Bauens geworden ist könnte hier die Idee der Biotektur von  Rudolf Doernach (geb. 1927) als Beispiel stehen. Er schuf, um Wikipedia zu zitieren:

„…den bisher nicht ins Fachvokabular eingegangenen Begriff der Biotektur als Bauen mit lebenden Baustoffen, Pflanzen als Traggerüste und bioklimatische Haut, zugleich als Wand, Dach, Energieerzeugung und Dämmung (…)“  Er arbeitete u.a. mit Buckminster Fuller und Frei Otto.

Um das Jahr 1965 entwickelte er ein zeittypisches futuristisches System aus stahlrahmen mit eingehängten Raumzellen aus „Isoton“, ein von ihm entwickelter Verbundwerkstoff aus Blähton in Kunststoffschaum. Naja, zu dieser Zeit war Kunststoff noch ein  unbefleckter Hoffnungsträger und die Architekten träumten davon das Bauen zu industriealisieren.

Später arbeitete Doernach am legendären  Sonderforschungsbereich SFB 230 „Natürliche Konstruktionen Leichtbau in Architektur und Natur“ in Stuttgart der von 1984 bis 1995 bestand. Dies führte u.a. zur Konstruktion verschiedener Geodätischen Kuppeln und Gitterschalen aus Bäumen und Pflanzen, von denen leider keine Bilder aufzutreiben waren.Doernach lebt nun jedenfalls zurückgezogen im Schwarzwald. Der Ansatz lebende Pflanzen zur Konstruktion heranzuziehen ist nicht neu, einer der konkretesten Vorbilder wären  z.B. die Schriften und Zeichnungen von Arthur Wiechula, der  solche Bauwerke auch realisierte (1867 – 1941).

Waldgartendorf Eschenhaus

(Q:http://www.naturbauten.org, © Konstantin Kirsch,das Photo zeigt das Eschenhaus 1993 gepflanzt)

Neuere Beispiele wie die Arbeiten seiner Zeit antizipiert wurden sind im regionalen Kontext  z.b. bei Ferdinand Ludwig zu finden.Er hat 2012 eine Doktorarbeit zur baubotanik verfasst. Die Bezeichnung wählte er wohl zur Abgrenzung zu den inzwischen  zahlreichen teilweise etwas esoterischen Neben- und Entwicklungslinien der biotektur. Ludwig hat- in der Tradition der englischen follies – einen Platanenkubus und einen durch Weiden getragenen Steeg realisiert.

Platanenkubus  SCHOENLE

(Q:http://www.ludwig-schoenle.de)

Im internationalen Kontext wären die medial sehr verbreiteten Beiträge von Joachim Mitchell (er war auf der TEDxBerlin 2013 zu sehen) und seiner Unternehmung terreform one zu nennen: er produzierte recht populäre Renderings zu gewachsenen Behausungen die er unter dem Namen: „Fab Tree Hab“ unter anderem im MoMa platzierte. Seine Arbeit beschränkt sich aber im wesentlichen auf die reine Vision.

fab-tree-hab-section-cut

(Q:http://www.archinode.com/fab-tree-hab., Joachim Mitchell)

Sein Überlegungen gehen hin bis  zu der 2010 zur Diskussion gestellten Überlegung ein Haus aus Fleisch z.b. per „tissue engenering“ oder 3d Bio printing zu erstellen… Wobei damit dann doch die von Ullrich Schwarz zitierten „Grenzen des vorzeigbaren“ erreicht wären… und der Bezug zur Überschrift wieder hergestellt ist.

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be 2226, lustenau

(Q:detail 6/2013, © be)

Das BauNetz hat’s geschafft – wie im Blogpost vom März angekündigt ! Im Link sind 24 Photos des geheimnisumwitterten Gebäudes von baumschlager eberle in Lustenau.
Wie und ob die „nichtvorhandene“ Haustechnik funktioniert? Das bleibt dort  weiterhin Gegenstand lebhaftester Spekulationen…

ist aber in der  Bauwelt  44.2013 von Florian Aicher auch online eigentlich ganz gut beschrieben.  – mehr ist wohl nicht.

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Veranstaltungshinweis im Rahmen der EXPERIMENTDAYS 13, Berlin Tempelhof. Die Diskussionsveranstaltung findet im Bauhausre use Pavillon, Tempelhofer Freiheit statt.

EPERIMENTDAYS

Plattenvereinigung Tempelhof 17:00 – 18:30 Di 10.09

Theorie und Praxis zu Wiederverwendungsbauweise und Recycling-Architektur anhand von Forschungs- und Praxis-Projekten von zkg und TU Berlin. Begriffsklärung und bautechnische/baukulturelle Einordnung. Vorstellung exemplarischer Projekte und Herangehensweisen. Stellenwert im nachhaltigen Bauen (Graue Energie) gegenüber Ressourcenschutz, Energieeinsparung und Produktionsweisen. Potentiale (Vorteile und Nachteile) in der Praxis (Wirtschaftlichkeit).

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In Japanisch-Schweizer Zusammenarbeit ist ein Bauwerk entstanden das eigentlich nicht mehr mehr als Hybrid bezeichnet werden kann: Statisch funktionert die Tragkonstruktion ohne Metallverbindungen. Lastabtrag und Decken kommen ohne Stahlbeton aus. Der Beton hat sich sozusagen bis in die Treppenhäuser  zurückgezogen  und hat dort -naja- noch zwei bedeutenden  Funktionen: Aussteifung und Sicherung des vertikalen Rettungsweges. Er hinterlässt ein Holztragwerk bei dem lediglich noch die Decken mit Gipsbauplatten und Sprinkler geschützt werden.

 

Tamedia Zürich MIKADO J.Pfäffinger

(Q: Mikado 1-2/2013)

Die Rahmen (ca 21m hoch und 17m breit) mit  jeweils vier Stützen(44x44cm)achsen(3m/11m/3m) sind über Zangen verbunden. Die Rahmen sind über ovale Rundhölzer mit vielfotographierten Steckverbindungen gekoppelt. Einen lesenswerten Artikel dazu ist in der Zeitschrift Mikado 1-2/2013 erschienen – vor einem Interview mit Hermann Blumer.

Bauzeit: Februar 2011 bis Mai 2013; Architekt: Shigeru Ban Architects; Entwicklung Holzbau: Hermann Blumer, Création Holz GmbH;Generalplaner Itten + Brechbühl AG; Holzbau: Blumer-Lehmann AG

 

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Ebenfalls einen Holz-Betonhybrid mit 10.000m² auf 5 Geschossen haben verschiedene Architekturbüros aus Frankreich in Courbevoie für das französische Patentamt 2012 fertiggestellt.

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(Q: www.dyarchitectes.com, www.bidardraissi.com)

 Wie auf den Photos zu sehen  ist die Deckenkonstruktion aber sehr gemischt: man sieht  Stahlträger und Holzbalken als Unterzüge und die Schubverbinder zum 12cm Aufbeton. Wie auch beim Life Cycle Tower erscheint hingegen die Stützenkonstruktion als ausgereifteres Konzept. Interessantester Unterschied zum Österreichischen Pendant: In Frankreich  kommen nur die geschosshohen Gitterträger und der hölzerne Teil der Decken als Fertigteil auf die Baustelle. Die darauffolgenden Gewerke Aufbeton und Fassdenbau sind nicht integriert. Vorteil der Gitterträger: Sie überspannen 10m frei und erlauben so den weitgehenden Verzicht auf  Stützen im Innern des Gebäudes. (Im Text ist das so, aber auf den Baustellenphotos sieht das anders aus…)

INPI COURBEVOIE -DYA-und-bidardraissi arch-700-x

INPI COURBEVOIE - Patrice Le Bris-700-x(Q: www.dyarchitectes.com, www.bidardraissi.com)

Entwurf: Bidard & Raissi, Paris und Triptyque, Paris & Sao Paulo
Realisierung: DY Architectes, Paris

Insgesamt sieht man aber schon, sowohl in Konstruktion wie im Design, vor allem wenn man die Aussenfassaden noch anschauen würde (die ich hier lieber weglasse) deutlich weniger Konsequenz als bei der Vorarlberger Konkurrenz.

 

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Der Life Cycle Tower ist aus verschiedenen Forschungsprojekten in Österreich seit 2009 hervorgegangen. Die Projekte wurden im wesentlichen durch das BMVIT im Rahmen des Projektes „Haus der Zukunft“ gefördert. Kern war die Entwicklung eines Holzfertigteilsystems das mit Betonkonstruktionen im Hochhausbereich konkurrieren kann.

In einem ersten Forschungsprojekt (8+) wurde die technische Realisierbarkeit eines Bauwerkes mit mehr als 8 Geschossen geprüft.

In einem anschliessenden Projekt prüften die Projektbeteiligten die Realisierbarkeit eines  bis zu 20 geschossigen Gebäudes und entwickelten entsprechende Detaillösungen für Konstruktion und Brandschutz. Es entstand eine Hybridlösung mit Fertigteilen aus Holz und Beton. Kerngedanke war einerseits die Nutzung von Holzkonstruktion so umfangreich wie möglich die Nutzung von Betonkonstruktionen so gering wie möglich zu halten.  Brandschutz und die nur begrenzt mögliche Belastung von Holz quer zur Faser führten zu der gezeigten Detaillierung in der statischen Konstruktion.

lct Projekt(Q: Endbericht_1186_lifecycle_tower, M. Zangerl, H. Kaufmann, C.Hein et al)

In der Realisierungsphase baute die Rhomberg Gruppe (Cree GmbH) ab 2011 ein Referenzgebäude den LifeCycle Tower (LCT ONE)  mit 2.500m²/8 Geschossen in Dornbirn. Das realisierte Projekt und die beteiligten Planer und Bauherren wurde inzwischen ausführlich mit Preisen bedacht. u.A. Bregenzer Zukunftspreis, Holzbaupreis Vorarlberg, Schweighofer Prize.

lct bau

(Q: DarkoTodorovic|Photography|adrok.net, CREE GmbH)

Das die Konstruktionsmethode ihre konstruktive und wirtschaftliche Stärke noch nicht im Hochhausbau ausspielen kann zeigt das erste kommerzielle Nachfolgegebäude: ein sehr längenorientiertes Bürogebäude mit 10.00m²/5 Geschossen in Vandans, Vorarlberg

(Q:Rendering, http://www.illwerke.at/inhalt/at/1205.htm)lct izm4_rdax_800x532

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start_symposium

 

In Stuttgart findet das Symposium Urbaner Holzbau statt. Der Themenrahmen geht von Städtebau, Stadtsoziologie und Wohnungswirtschaft über den Stand der Forschung und Technik im Holzbau bis hin zur Vorstellung umgesetzter Projekte

Termin: 13. und 14. Juni 2013

Ort: Institut für Baukonstruktion und Entwerfen (ibk1), Universität Stuttgart, Anmeldung unter symposium@ibk1.uni-stuttgart.de

Referenten sind: Andreas Cukrowicz, Hermann Kaufmann,  Tom Kaden, Stefan Winter, Peter Cheret u.a.

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Das Forum Holzbau veranstaltet diese Wochenende in Köln unter dem Titel: “ Effizientes Bauen mit Holz im urbanen Raum“ im  Congress Centrum Gürzenich, eine ähnlich gelagerte aber umfangreichere Veranstaltung. Der dort   zumindest im Baukonstruktiven Bereich interessanteste Beitrag:  „Vorgefertigter Holzbetonverbund am Beispiel des LifeCycle Tower One“ von  Konrad Merz, merz kley partner, AT-Dornbirn…zeigt doch das die Technik robuste Fortschritte macht. Der Nachfolger des Hybridbausystems wird gerade als eher längenorientiertes (120m) aber fünf Geschosse und über 10.000 m² Bruttogeschossfläche grosses Bürogebäude für die llwerke AG im Montafon  errichtet.

 

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Wecobis Titel Ausschnitt
 (Q:http://www.wecobis.de)
 

Das sozusagen „schwellenlose“ (im Gegensatz zu den dgnb Systemen) ökologische Baustoffinformationssystem wecobis (Betreiber ist das BMVBS und die Bayerischen Architektenkammer) hat im Frühjahr ein paar Verbesserungen erfahren u.a.:

  • Die Systematik hat sich verfeinert
  • Es können nun 2 Datenblätter gleichzeitig angezeigt werden
  • Das System ist ausschreibungsfreundlicher geworden
  • Es gibt Direktlinks zu Wingis & REACH
  • Und eine ausführliche Verlinkung zu Labels und Zertifikaten.

Unter dem Titel myWecobis soll man sich ab Mitte 2013 eine individuelle Projektmappe anlegen und so zb Bauteilaufbauten zusammenstellen können. Die Aktualisierung der Datenblätter soll im Sommer abgeschlossen sein. Und bis dahin sind sicher auch die Planungs- und Ausschreibungshilfen mit Inhalt befüllt…

 

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